Wasserrettungsdienst

Der sogenannte Wasserrettungsdienst ist neben der Ausbildung und unserer Jugend ein Hauptbereich unserer Tätigkeiten. Wir retten bei der Wasserrettung zwar nicht das Wasser, aber Menschen, die am Wasser in Gefahr geraten. Dies kann am Strand oder bei Veranstaltungen im Bereich von Eckernförde der Fall sein.

Dazu sichern wir für jeden sichtbar in der Sommersaison den Strand.

Für den Strandwachdienst stehen uns am Hauptstrand das Wachgebäude und sogenannte "Schäferwagen" zur Verfügung, die die Stadt Eckernförde für die Saison 2017 angeschafft hat. Sie sind seit dem in Betrieb. Am Südstrand gibt es einen Wachcontainer, einen Schäferwagen und ein eigenes Motorschlauchboot. 

Zum Strandwachdienst im Sommer kommt die Absicherung zahlreicher Veranstaltungen hinzu, seien es Regatten in der Eckernförder Bucht oder Events der Stadt, wie die Piratentage oder andere Stadtfeste.
Dies machen wir mit unserem eigenen Boot, der "Merlin". Es ist ein Schlauchboot mit Glasfaserkiel, ein sogenanntes RIB, mit einem durch Spenden finanzierten Motor von 140 PS.
Darüber hinaus nutzen wir die "Rotauge", ein Aluminiumboot, das die Stadt Eckernförde für die Wasserrettung zur Verfügung stellt.

In der Schwimmhalle springen wir z.B. bei Badeparties als Helfer ("Hilfsschwimmeister") ein und helfen dabei, die Sicherheit in der Schwimmhalle zu gewährleisten.

Um all dies leisten zu können, müssen unsere Rettungsschwimmer/innen eine umfangreiche Ausbildung absolvieren. Dazu gehören neben dem Rettungsschwimmabzeichen "Silber" auch ein Sanitätshelferlehrgang, sowie je nach Verwendung auch weitere Lehrgänge z.B. für die Führung eines Rettungsbootes oder zum Leiten einer Wachstation und zum Funken.

Wer bei uns Strandwachdienst in der Sommersaison leisten möchte, kann sich beim Zentralen Wasserrettungsdienst der Bundes-DLRG in Bad Nenndorf melden.

Wir vergeben diese Plätze nicht.


In der Vor- und Nachsaison versuchen wir die Absicherung mit eigenen Kräften.
Nähere Informationen zum Wachdienst am Strand im Bereich "Wachdienst".

 

 

Die Kennzeichnung des Badestrandes

Der Badestrand den wir absichern, erstreckt sich vom Hafen bis kurz vor die Erprobungsstelle der Bundeswehr bei den Bahnschranken der Berliner Straße.Ein weiterer Abschnitt ist am Südstrand beim Ortsausgang von Eckernförde.

Diese Strandabschnitte sind aber nicht permanent bewacht.
In der Zeit vom 15.5. bis 15,9, wird der Strand zeitweise bewacht.

In der Vorsaison können während der Werktage die Strände nicht bewacht werden, da dafür kein Personal vorhanden ist.

In der Sommerferienzeit ist der Strand in der Regel von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr bewacht.
Dann bekommen wir Unterstützung aus den anderen Bundesländern.
Auf der Rettungswache sind dann oft mehr als ein dutzend RettungsschwimmerInnen stationiert.

Woran erkenne ich einen bewachten Strandabschnitt?

Zu erkennen ist die Bewachung daran, dass an der Hauptwache, bzw dem Strandwagen am Südstrand die DLRG Flagge weht. Der bewachte Strandabschnitt wird mit orange-roten Flaggen gekennzeichnet.
Auf einem kleinen Bild ist die Beflaggung der Rettungswache zu erkennen, wenn der Strand bewacht wird (und ein kräftiger Ostwind weht).

Die genaue Beflaggung und Kennzeichnung kann man der Informationstafel auf dem anderen Bild entnehmen.

Die Badezone:
Die Nichtschwimmerzone wird durch rote Bojen (links neben der Steinmole) begrenzt, wie unten auf dem Bild zu sehen.
In das Gebiet mit den weißen Bojen sollen Motorboote nicht einfahren. Die DLRG hat eine eigene Einfahrtschneise. Das Schlauchboot der Rettungswache liegt an einer eigenen Boje.

All dies ist auf dem großen Bild zu erkennen.

Erste-Hilfe Material

In der DLRG Eckernförde arbeiten wir mit vielfältigem Erste-Hilfe Material und teilweise sehr teuren Geräten.
Zu unserer Erste-Hilfe Ausrüstung gehören neben Erste-Hilfe- Taschen auch Sanitäts-Notfallrucksack, Sauerstoff-Notfallkoffer und AED's (Wiederbelebungsgeräte)
Hier ein kurzer Überblick für die Ausrüstung, die wir im Einsatz haben:

Sanitäts-Notfallrucksack

Wer den Sanitäts-Notfallrucksack öffnet, wundert sich, wie viel in den recht großen Rucksack passt und versteht, warum er so schwer ist. Der Koffer mit Inhalt kostet fast 500,-. Darin sind neben diversem Verbandmaterial auch ein Blutdruckmessgerät, Guedeltuben zum Freihalten der Atemwege und eine Halskrause, die bei Halswirbelverletzungen den Hals sichert. Daneben ist noch weiteres Erste-Hilfe Material zu vorhanden. Dieser Koffer findet z.B. auf dem Boot Verwendung oder auf der Wachstation.

Sauerstoff-Notfallkoffer

 In dieser Tasche befindet sich eine Sauerstoffflasche, die mit 200 bar Sauerstoff gefüllt ist. Über einen Druckminderer und ein Schlauchsystem gelangt der Sauerstoff zu einer Sauerstoffmaske oder einer "Sauerstoffbrille" mit der die Atemluft ergänzt wird. Besonders die Beatmung mit einem Ruben-Beutel, der mit Sauerstoff kombiniert wird, ist ein gutes Gerät, um Menschen zu beatmen.

AED - Automatisierter Externer Defibrilator

Unser AED (Automatisierter Externer Defibrilator) ist das "Hightechgerät" in unserem Sortiment. Es wird dafür genutzt, um bei Kammerflimmern oder ähnlichen Herzstörungen das Herz zu "resetten". Mittels eines Stromschlages wird das Flimmern des Herzens gestoppt. Anschließend kann die leblose Person wiederbelebt werden, wofür auch die Sauerstoffflasche mit dem Ruben-Beutel zum Einsatz kommen.